und sein aussergewöhnlicher Parc des Courtinals ...
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Bevor wir uns ein wenig mit der Botanik des Parkes beschäftigen, bleiben wir noch kurz bei der ganz aussergewöhnlichen Geologie der Gegend, um die Grundlage der Botanik besser zu verstehen......

Das Dreieck zwischen Lodève, Bédarieux und Cleront-l’Hérault stellt eine Kreuzung der verschiedensten geologischen Schichten praktisch aller Zeitalter unseres Planetens dar. Wir gehen vom Quartär zum Tertiär und zum Jura und in noch ältere geologische Zeitalter zurück. Dieser Untergrund ist für Geologen aus aller Welt interessant und die Menschen haben immer schon diese Naturschätze ausgebeutet: die prähistorischen Kupferminen von Cabrières, die Bauxitminen von Bédarieux, der Barytineabbau in Villeneuvette, das Uranbergwerk in Le Bosc, das Dolomiekieswerk in Carlencas, Erdölvorkommen in Gabian und schlussendlich der rosa Marmor von Mourèze. Nicht zu vergessen auch die Fossilienvorkommen (Trilobiten, Ammoniten, Planobres und Stegocephalen), die vor allem in den Schichten des Pic de Vissou, 2 Kilometer vom Parc des Courtinals entfernt gefunden werden.

Mourèze liegt noch vollständig im Bereich des Mittelmeerklimas mit einer mittleren Sonneneinstrahlung von 2.800 Stunden pro Jahr, allerdings auch mit einer ausgiebigen Niederschlagsmenge und teils heftigen Winden. Zwanzig Kilometer weiter nördlich wechselt das Klima mit der Höhe und der Entfernung von der Küste und bestimmt so den unvermittelten Wechsel der Vegatation.

Das Felsenmeer von Mourèze weist, mit seiner permanenten und gut sichtbaren Erosion, einen recht armen Nâhrboden auf, der vor allem aus dolomitischen Sand besteht. Dieser Boden erzeugt eine ganz spezifische Vegetation: Rosmarin, Thymian, Wachholdergehölze, Strohblumen, Lavendel, Erdbeerbäume, Buchsbäume, verschiedene Pinienarten (Maritime, Parasol und Salzmann) und das Ganze ist umgeben von immergrünen Steineichen. Obwohl das Felsenmeer ärmer an Mineralien ist als die „Garrigue“ (Steppenlandschaft) um Mourèze, konnte sich hier doch eine reichhaltige und originelle Vegetation entwickeln. Diese Vegetation besitzt oft immergrüne Blätter und etwa 10% aller Pflanzen sind Aromapflanzen.

Philippe Martin, der Schöpfer des botanischen Lehrpfades im Park von Courtinals, hat ausserdem etwas 15 verschiedene Orchideenarten im Park aufgelistet. Die gesamten Pflanzen des botanischen Lehrpfades mit 50 aufgeführten Arten sind ein typisches Beispiel für die Vegetation des Felsenmeeres und alle Pflanzen, bis auf zwei Yuccas am Eingang, wachsen ohne jegliche menschliche Einflussnahme.

Die Vegetation nimmt nach Jahrhunderten der Weidewirtschaft und der Köhlerei wieder die Landschaft in Besitz und verbreitet sich nach und nach über den gesamten Cirque. Als Gaston COMBARNOUS, der unermüdliche Forscher des Felsenmeeres, 1932 den allerersten Baum Im Cirque photographiert hatte, sah er bereits die aufkommende Gefahr durch die intensive Verbreitung der Vegetation für das gesamte Tal. Nicht nur dass die Bäume die archäologischen Untersuchungen erschweren, dass einige dolomitische Sehenswürdigkeiten nach und nach im grünen Meer verschwinden, sondern dass die reelle Gefahr in den Waldbränden besteht und der Cirque von Mourèze ist hier besonders gefährdet, ohne dass es eine effiziente präventive Politik gäbe.

   
Courtinals und Belvédère du Cirque de Mourèze sind eingetragene Warenzeichen.
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