Das
Ende der Bronzezeit und der Beginn der Eisenzeit
(800 bis 450 v. J. Chr.)
Das Dorf Mourèze befindet sich auf dem linken Ufer der Dourbie,
Zufluss des Hérault, 7 Kilometer von Clermont-l’Hérault
entfernt und ungefähr 30 Kilometer von Agde – Agathe
(Abb. 1) entfernt. Das Dorf liegt am Rande eines aussergewöhnlichen
Naturparkes, ein Felsenchaos mit ruinenartigen Formationen aus dolomitischen
Kalkstein, wobei der grösste Felsturm seit dem hohen Mittelalter
für die Erbauung einer Festungsanlage benutzt wurde, ein Castrum,
das im 10. Jhd. erwähnt wurde und von dem heute nur noch einige
Reste bestehen.*
Die frühgeschichtliche Siedlung
(Proto- im Gegensatz zu Pré - , vorgeschichtlich) befindet
sich 300 Meter östlich des Dorfes am Rande einer schmalen Passage,
einziger Durchgang vom Héraultal zum Orbtal über den Pass
von Merquière. Die Fundstätten sind im Inneren eines länglichen
Hofes konzentriert, ungefähr 4.000 m² gross, mit einer Orientation
Nord/Sud und benannt Courtinals. Dieses Gelände ist von einer
fast durchgehenden Felsbarriere umgeben, die den Fundort überragt
und zwischen 2 und 40 Metern hoch ist. Im Inneren, bei einer mittleren
Meereshöhe von 220 Metern, bilden die unteren Partien des Felswände
kleine natürliche Räume, die seit der mittleren Steinzeit
benutzt wurden, wie die zahlreichen lithischen und keramischen Fundstücke
bezeugen. Der Fundort der ersten
Eisenzeit wurde zum ersten Mal von G. Vasseur beschrieben anlässlich
der Veröffentlichung über eine Mine der Bronzezeit im
Nachbardorf Cabrières. Wahrscheinlich stammen von diesem
Fundort in Courtinals die Keramikfunde, die heute im Museum Borély
in Marseille ausgestellt werden und die von Vasseur 1914 beschrieben
wurden. Diese Gegenstände setzen sich aus Material zusammen,
dass vom Ende der Bronzezeit III stammt, aber auch aus dem VI und
V Jahrhundert: attische Keramik einer noch unbekannten Spezies,
Bruchstücke von Vasen mit oder ohne Henkel, attische Keramik
mit roten Figuren, griechische, westliche Keramik aus oxydierendem
Brandverfahren und Keramik aus dem spanisch-languedoc Raum..

Fig. 1
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